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Ökologische Produkte


Energiesparlampen und LEDs


„Durch häufiges An- und Abschalten gehen Energiesparlampen schneller kaputt!“

Laut Stiftung Warentest ist das heute im Gegensatz zu älteren Modellen nicht mehr der Fall.


„Beim Einschalten verbrauchen Energiespar-lampen besonders viel Energie!“

Das stimmt nicht. Das Vorwärmen der Elektroden und Zünden verursacht keinen höheren Verbrauch an Energie.


„Energiesparlampen und LEDs sind teuer!“

Beim Kauf sind Energiesparlampen und LEDs teurer als Glühlampen. Bedingt durch den erheblich geringeren Stromverbrauch und die bedeutend längere Lebensdauer sind Energiesparlampen und LEDs auf längere Sicht gerechnet günstiger.


„Energiesparlampen lassen sich nicht dimmen!“

Mittlerweile gibt es Energiesparlampen, die sich dimmen lassen. Es funktioniert zwar nicht mit jeder Lampe, dies ist dann aber auf der Verpackung vermerkt.


„Energiesparlampen sind giftig!“

Energiesparlampen enthalten eine kleine Menge Quecksilber, das aber nur freigesetzt wird, wenn die Lampe zerbricht. Einige Hersteller haben darauf reagiert und Energiesparlampen auf den Markt gebracht, die statt des flüssigen Quecksilbers das feste Amalgam enthalten, wodurch bei einem Bruch die Ausdünstungen geringer ausfallen. Wegen des Quecksilbers gehören Energiesparlampen in den Sondermüll.


„Worin unterscheiden sich Energiesparlampen und LED-Lampen?“

Laut Öko-Test sind LED-Lampen das Leuchtmittel der Zukunft, die hochwertigen Modelle haben eine längere Laufzeit (LEDs zwischen 30.000 bis 50.000 Std. / Energiesparlampen zwischen 6.000 bis 12.000 Std.) und sparen mehr Energie als herkömmliche Energiesparlampen, zudem enthalten sie kein Quecksilber. Dafür sind hochwertige LEDs z.T. erheblich teurer als Energiesparlampen. Durch die längere Laufzeit rechnet sich die LED aber trotzdem.

Obwohl sie kein Quecksilber enthalten und sie somit kein Sondermüll sind, gelten LEDs als elektronische Kleingeräte und müssen an entsprechenden Werkstoffsammelstellen abgegeben werden – die Altlampen sind zu 90% recycelbar.


„Energie sparen im Alltag – bringt doch eh nichts!“

In öffentlichen Gebäuden und Schulen kann allein durch das Verhalten der Nutzer 20 Energie eingespart werden. Eine Senkung der Raumtemperatur um nur 1°C senkt die Energiekosten um 6 . Beim Ausschalten von Stand-by-Geräten in einem durchschnittlichen Haushalt erreicht man Energieeinsparungen von ca. 50 ¤ im Jahr.


Recyclingpapier


„Recycling-Papier ist teurer als Frischfaser-Papier!“

Der Preis hängt von der abgenommenen Menge ab. Mehrere Studien belegen, dass in größeren Mengen Recyclingpapier 10-15% billiger ist als vergleichbares Frischfaser-Papier. Dazu kommt, dass bei den meisten Billig-Angeboten das Papier von besonders schlechter Qualität ist.


„Recyclingpapier ist nicht kopierfähig, schmirgelt Trommeln und Walzen der Kopierer ab und lässt den Kopierer verstauben!“

Alle Hersteller von Kopierern garantieren den störungsfreien Einsatz von Recyclingpapier auf ihren Geräten. Das Bundesamt für Materialprüfung bewertet Recycling-Papier im Hinblick auf seine Kopierbarkeit als völlig gleichwertig gegenüber Frischfaser-Papier.


„Altpapier ist wegen Verunreinigungen und Druckfarben zur Herstellung hochwertiger Papiere ungeeignet!“

Durch Reinigung und Entfernen der Druckfarbe (De-Inking) wird eine so hohe Faserqualität erreicht, dass das Papier sogar als graphisches Papier eingesetzt werden kann.


Fleischkonsum


"Die mit hohen Futtermittelimporten gewährleistete Fleischproduktion ist in Deutschland sehr exportorientiert und schadet damit den Produzenten in den südlichen Ländern."

Als „Faire Gemeinde“ können Sie etwas tun, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken – und damit ist nicht gleich ein völliger Verzicht auf Fleisch gemeint. Mit wenigen einfachen Maßnahmen können sie fair zu den Tieren sein. Schon ein bewusster Konsum von Fleisch ist bereits ein Schritt in die richtige – nachhaltige – Richtung. Als Kirchengemeinde können Sie bei Festen, Versammlungen, Seminaren und anderen Veranstaltungen bei der Verköstigung z. B. zusätzlich ein fleischloses Gericht oder eine Suppe vegetarisch anbieten. Zusätzlich sollten sie darauf achten, möglichst Fleisch aus regionaler und ökologischer Haltung zu beschaffen. Höhere Kosten lassen sich bspw. ausgleichen, indem Sie weniger Fleisch verwenden.


Mehrweggeschirr


„Mehrweggeschirr macht zu viel Aufwand!“

Mehrwegbecher in allen Größen und Formen und bei Bedarf auch Mehrwegteller und -besteck können von privaten Catering Anbietern zu günstigen Konditionen geliehen, gebracht und gewaschen werden. Für Feste kann man auch Geschirrmobile (transportable Industriegeschirrspülmaschinen) mieten.
So entsteht wenig zusätzlicher Aufwand und durch das Vermeiden von Einweggeschirr auch kein Müll.


„Mehrwegflaschen aus Plastik sind nicht gut für die Umwelt!“

PET Mehrwegflaschen werden im Durchschnitt ca. zwanzigmal wieder befüllt und können bei Aussortierung gut stofflich wiederverwertet werden. Lediglich geschätzte 10 Prozent der PET-Einwegflaschen können für die Herstellung neuer Flaschen eingesetzt werden, da sonst die Qualitätsanforderungen nicht mehr zu erreichen sind. Glasflaschen hingegen können bis zu fünfzigmal wieder verwendet werden.